Dibbelabbes nach Cliff Hämmerle

Dibbelabbes nach Cliff Hämmerle

 

Dibbelabbes ist DAS Saarländische Nationalgericht, ein himmlisches Kartoffelvergnügen und das ist gar nicht so ein schweres Essen, wie man vermutet, wenn man einige Regeln befolgt. Wir essen Dibbelabbes immer, wenn wir in Saarbrücken sind, und zwar am liebsten in der Bastille, einem französisch angehauchten Restaurant in einer Seitenstraße vom St. Johanner Markt, hier gibt es einen schön krossen, duftenden Dibbelabbes mit verschiedenen Beilagen zur Auswahl, herrlich! Wir haben Dibbelabbes aber auch schon öfters selbst gemacht. Heute probieren wir das Rezept für den Dibbelabbes von Cliff Hämmerle.

 

Zutaten für 2 Personen:

 

600g festkochende Kartoffeln

1/2 Stange Lauch 

100g dünne Scheiben Dörrfleisch (durchwachsenen Speck)

1 Voll-Ei

1 mittelgroße Zwiebel 

5 EL Traubenkernöl oder Sonnenblumenöl

einige Zweige Majoran oder 2 TL gerebelten Majoran

1/2 Bund krause Petersilie

Muskat

Salz, Pfeffer aus der Mühle

Zutaten für Dibbelabbes nach Cliff Hämmerle

Das mise en place …

Zubereitung:

 

Kartoffeln auf einer groben Reibe in eine große Schüssel „rappen“, also raspeln und einige Minuten stehen lassen. In der Zwischenzeit den Lauch und die Zwiebel in feine Streifen schneiden, das Dörrfleisch ebenfalls in Streifen schneiden, alles zusammen in eine Schüssel geben. Nun die Kartoffeln portionsweise in einem Küchentuch ausdrücken und zu den anderen Zutaten geben. Je mehr Wasser aus den Kartoffeln ausgedrückt wird, desto weniger Fett nehmen die Kartoffeln in der Pfanne auf. Das Kartoffelwasser in einer separaten Schale auffangen und beiseite stellen, das wird nachher noch gebraucht. Alle vorbereiten Zutaten miteinander vermengen, das Ei und die gehackten Kräuter unterrühren, salzen, pfeffern und mit Muskat würzen. Zum Schluß die weiße Stärke, die sich am Boden der ausgedrückten Kartoffelflüssigkeit gebildet hat über die Kartoffelmischung gießen und alles nochmals gut durchrühren. 

3 EL Öl in einer beschichten, großen Pfanne erhitzen und die bereitstehenden Zutaten auf einmal hineingeben, gut verteilen, (so wie bei Rösti am Pfannenboden andrücken) und auf mittlerer Hitze ca. 8 Minuten anbraten. Sobald sich eine schöne Kruste gebildet hat, das Ganze wenden und ebenfalls kross anbraten. Währenddessen am Pfannenrand rundherum ein wenig Öl angießen. Sobald beide Seiten schön braun sind, den Dibbelabbes mit zwei Gabeln in große Stücke reißen und weiter braten. Sobald auch die inneren Teile eine Kruste haben, auf Tellern anrichten und sofort servieren. 

Dibbelabbes in der Pfanne

In der Pfanne, jetzt schön kross braten von beiden Seiten

Dibbelabbes nach Cliff Hämmerle

Wenn eine Seite angebraten ist, kann man schon mal die Portionen teilen

Dazu passt ein gemischter Blattsalat oder ein Apfelkompott.

Blattsalat

Frischer grüner Blattsalat

3 Kommentare

  • Charly Lehnert

    Die Wahrheit über Dibbelabbes und Schales
    Die sogenannten saarländischen „Nationalgerichte“

    Ein Beitrag von Charly Lehnert

    Falsch!
    Dibbelabbes ist kein Pfannegericht, sondern ein Kartoffelauflauf, der im Ofen gebacken wird

    1. Zum Dibbelabbes

    Das Wort „Dibbelabbes“ sagt es schon:
    Dieses Gericht ist ein Auflaufgericht, bei dem eine Masse (Labbes) in einem
    gusseisernen Topf (Dibbe) mit verschlossenem Deckel in Fett gegart wird.
    Die Masse besteht aus geriebenen rohen Kartoffeln, Zwiebeln, Dörrfleischwürfel, Lauchstreifen, gewürzt mit Salz, Pfeffer und Muskat.
    Zum Ende der Garzeit nehmen Kenner den Deckel ab und lassen die Masse kurz überbräunen.
    Da wird nichts umgewendet und in kleinen Stücken gebraten. Dazu isst man Apfelkompott oder Frisee-Salat.
    Was auf Dorf- und Stadtfesten als „Dibbelabbes“ angeboten wird – ist „Schales“!

    2. Zum Schales

    Das Wort Schales kommt wohl vom Jiddischen und bedeutet Krusten ( Schalen).
    Deshalb wird bei diesem Gericht die Masse (jedoch ohne Dörrfleisch) in einer gusseisernen Pfanne gebraten und immerwährend in Teilstücken umgewendet, bis sie durchgekrustet ist.
    Abwandlungen dieses Gerichts gibt es zwischen Eifel, Nordhessen und dem Saarland
    in Fülle. Das Grundprinzip ist jedoch, wie oben aufgeführt.

    Übrigens: Wer es genau wissen will, dem empfehle ich, in unsere Kochbüchern nachzulesen:
    Claudia Lehnert: „Aus Dibbe & Pann“, die beliebtesten Rezepte der saarländischen Küche –
    ISBN 978-3-939286-15-9 * Preis 12,8 0 Euro
    Claudia + Charly Lehnert: „Dibbelabbes“, das saarländische Grumbeerbuch
    ISBN 978-3-939286-22-6 * Preis 12,80 Euro
    Lehnert Verlag, Tannenstraße 7, 66129 Saarbrücken, Tel. 06805-207860

    • Peter

      Ei das gebbts jo net, de Charly liest unser Blogg! Das freit uns awwa. Johrelang hann ich hier im Exil Dei Nemme Dehemm geläs … schad dass es das nemmeh gebbt!

      Mir hann es halt so genannt wie de Cliff es gesaht hat … awwer gudd, der kummt jo von Bliekastel und kann vielleicht nit wisse, was mir Saarbriger wisse :-D.

      Uff jede Fall danke für Dei Kommentar, ich hann nur de Link uff de groose Wettbewerber platt gemacht, der hat schon genuch traffik 😉

      Beschte Grus in die alte Heimat und an Dich …

      Peter

      PS: Dei Kochbiecher hann mir natürlich alle hier stehn und koche danach – wäscht jo, erscht emol gudd gess, geschafft hammer schnell!
      PPS: De beschte Dibbelabbes gebts in Saarbrigge in de Bastille, hammer noch letschdens gess als mir in de alte Heimat ware

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